Kinder & Entspannung

 

Entspannungsübungen mit und für Kinder

 

 

 

 

Für Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung werden für Kinder und Jugendliche Phantasiereisen als Überbau genutzt. Sie regen die Imagination an und tragen zur Entwicklung der Vorstellungskraft bei.

Phantasiereisen sprechen gleichermaßen die linke und rechte Gehirnhälfte an, fördern Wort-und Bilddenken und können auf kognitive und kreative Prozesse anregend wirken. In der Entspannungsarbeit mit Kindern wird die Fähigkeit gefordert sich nicht vorhandene entspannungsfördernde Dinge vorzustellen.

Autogenes Training ist ein bewährtes Entspannungsverfahren und bietet die Möglichkeit mit eigenen Kräften körperliche und seelische Entspannung hervorzurufen. Es wird geübt die Aufmerksamkeit von Alltagsgedanken weg und auf Körperempfindungen zu lenken und dabei entspannungsfördernde, innere Bilder zu vergegenwärtigen. Kinder können diese Technik in Phantasiegeschichten verpackt ab dem Kindergartenalter erlernen. Sie lernen hierbei wie angenehm sich die durch Bilder im Kopf entstehende Ruhe und Entspannung anfühlen kann. Ab dem Schulalter lernen Kinder auch die Ruheformeln wie z. B. „Meine Arme und Beine sind ganz schwer“ oder „Meine Atmung geht ruhig und gleichmäßig“ kennen die sie später auch selbstständig anwenden.

Progressiven Muskelentspannung beruht auf dm Wissen, dass sich bei psychischer Anspannung der Muskeltonus also der Spannungszustand erhöht. Bei Entspannung sinkt der Muskeltonus. Ein erhöhter Muskeltonus wiederum führt zu innerer Anspannung und ein entspannter Tonus zu tiefer Entspannung. Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist ganz natürlich, da er dem Rhythmus des Lebens entspricht. Progressive Muskelentspannung ist leicht zu erlernen und für Kinder besonders geeignet. Hierbei geht es um den bewussten Wechsel von muskulärer Anspannung zu Entspannung. Kinder lernen mit dieser Methode achtsam mit ihrem Körper umzugehen, sich selbst zu fühlen und in Stress-Situationen gelassener zu bleiben.

Kinder sind heute mehr denn je einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt. Hektik und ein Überangebot an Medien führen dazu, dass Kinder kaum noch lernen, sich zu entspannen. Durch die Anspannung verstärkt sich der Stress zusätzlich, sodass viele Kinder überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen. Wenn ein Kind also häufig gestresst ist, kann es sich nicht so gut konzentrieren und hat weniger Energie. Stress führt dazu, dass der Körper unter Dauerspannung steht. Bewegungs- und Entspannungsübungen können Kindern Auszeiten ermöglichen und ihnen helfen zur Ruhe zu finden.

 

Wenn ein Kind angespannt ist mehr Ruhe und Entspannung braucht, kann sich das auf verschiedene Arten äußern.

  • Das Kind reagiert häufig gereizt.
  • Das Kind schläft in der Nacht nicht gut ein bzw. durch.
  • Das Kind klagt häufig über Kopf- oder Bauchschmerzen.
  • Das Kind ist oft unruhig und zappelt viel herum.
  • Das Kind zeigt beim Essen in der Regel keinen großen Appetit.
  • Das Kind hat regelmäßig Verspannungen im Schulter- oder Rückenbereich.
  • Das Kind reagiert oft wütend und gereizt.